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Spurensuche 2017

Die Schüler der Klasse 8a der Oberschule Heinrich von Kleist Frankfurt (Oder) nahmen in diesem Jahr an dem Projekt  „Spurensuche 2017“  mit dem Schwerpunkt "Krankensammellager Güldendorf" teil. Ziel des Projektes war die Sensibilisierung der Jugendlichen über die Vergangenheit des Nationalsozialismus. Schwerpunkt war der Besuch der Gedenkstätte Sachsenhausen und die Pflege des Gedenksteines 

auf dem Friedhof in Güldendorf. Dort wurden zwei Blumenkübel neu bepflanzt. Den Schülern der 8a aus der Oberschule Heinrich von Kleist wurden vor Ort noch einige wissenswerte Hintergrundinformationen vermittelt. Das ehemalige Krankensammellager bildete den diesjährigen Themenschwerpunkt, mit dem sich die Klasse das vergangene Jahr intensiv auseinandergesetzt hat. Fragen nach der Entstehung, den Bedingungen und dem nachhaltigen Gedenken wurden dann in einer angemessenen Abschlusspräsentation im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr in Güldendorf vor Förderern, interessierten Gästen und Eltern dargeboten.

Herr Frank Hühner von der Koordinierungs- und Fachstelle Lokale Partnerschaft für Demokratie-Frankfurt Oder, der uns die Finanzierung des Projektes ermöglicht hat, war genauso unter den Gästen, wie die Ortsvorsteherin von Güldendorf, Frau Greiser und Herr und Frau Hoffmann vom Bund der Antifaschisten Frankfurt (Oder). Wir bedanken uns bei allen Unterstützern für das Gelingen dieses lehrreichen Projektes.

 

Das Konzentrationslager Sachsenhausen war ein ab 1936 eingerichtetes nationalsozialistisches deutsches Konzentrationslager

Durch die Nähe zu Berlin und damit auch zur Gestapozentrale in der Prinz-Albrecht-Straße hatte dieses Lager eine Sonderrolle im KZ-System. Ein großes SS-Kontingent war hier stationiert. Das Lager diente als Ausbildungsort für KZ-Kommandanten und das Bewachungspersonal im ganzen NS-Machtbereich. Insgesamt wurden etwa 200.000 Häftlinge nach Sachsenhausen deportiert, nur etwa 140.000 davon wurden registriert. Im August 1941 wurde eine Massenerschießungsanlage errichtet, in der etwa 13.000 bis 18.000 sowjetische Kriegsgefangene ermordet wurden. Insgesamt sollen mehrere zehntausend Häftlinge ermordet worden sein.